Tanklöschfahrzeug 16

Feldkochherd 57/4


    Im Luftschutzhilfsdienst (LSHD) spielte der FKH 57/4 – der sogenannte Feldkochherd auf Sonderanhänger – eine zentrale Rolle bei der Versorgung von Einsatzkräften während längerer Einsätze. Anders als taktische Fahrzeuge wie LF, TLF oder SKW war der FKH keine „technische“ Einheit der Brandbekämpfung, sondern ein logistisches Versorgungssystem, das die Einsatzbereitschaft der Kräfte durch warme Mahlzeiten und Getränke sicherstellte.

    Der FKH 57/4 wurde Anfang der 1960er-Jahre in großer Stückzahl beschafft: Das damalige Bundesamt für zivilen Bevölkerungsschutz (BzB) ließ mehrere hundert Exemplare dieses Feldkochherds ausliefern, die als Anhänger an Zugfahrzeuge gekoppelt wurden und so mobil im Einsatzraum verfügbar waren.

    

    Ausstattung und Funktion

    Der FKH 57/4 war als Anhänger mit integriertem Kochsystem konzipiert. Aufgrund seines modularen Aufbaus konnte er von verschiedenen Zugfahrzeugen transportiert werden und war mit mehreren Feuerungs- und Kochsystemen ausgestattet, darunter:

    • Mehrstoffbrenner für flüssige Betriebsstoffe (z. B. Diesel, Heizöl, Benzin),
    • Feuerungssystem für feste Brennstoffe wie Holz oder Kohle,
    • sowie separate Gasbrenner mit mehreren Kochstellen.

    Diese Vielseitigkeit erlaubte den Betrieb auch unter wechselnden Einsatzbedingungen und an Orten ohne feste Infrastruktur. Durch die Kombination unterschiedlicher Brennstoffe konnte flexibel gekocht und aufgeheizt werden – ein entscheidender Vorteil bei längeren Einsatzlagen oder im mobilen Betrieb.


    Verpflegung von Einsatzkräften

    Der Feldkochherd war darauf ausgelegt, große Essensmengen für Einsatzkräfte zuzubereiten und damit die Arbeitsfähigkeit in lang andauernden Einsätzen zu sichern. Dies war insbesondere in Situationen wichtig, in denen reguläre Verpflegungsmöglichkeiten nicht verfügbar waren, zum Beispiel nach Katastrophen oder in abgelegenen Einsatzgebieten.

    Dank seiner technischen Ausstattung konnten mehrere Mahlzeiten parallel gekocht werden – von Suppen und Eintöpfen bis hin zu warmen Getränken. Außerdem war der FKH 57/4 als Anhänger leicht transportabel und konnte auch als stationäre Feldküche vor Ort betrieben werden.


    Bauform und Einsatzorganisation

    Der FKH 57/4 basierte auf einem Progress-Werk-Sonderanhänger mit der Typbezeichnung „57/4“ und hatte ein zulässiges Gesamtgewicht von rund 1.200 kg. Durch seine kompakte Bauweise konnte er von üblichen Zugfahrzeugen des LSHD mitgeführt werden.

    Im organisatorischen Aufbau des Luftschutzhilfsdienstes war der Feldkochherd Teil der Versorgungs- und Betreuungskomponenten: Er ergänzte andere logistische Fahrzeuge wie Betreuungs-Lastkraftwagen oder Verpflegungseinrichtungen und sorgte gemeinsam mit diesen dafür, dass Mannschaften über Stunden oder Tage einsatzbereit blieben.


    Bedeutung im Katastrophenschutz

    Auch nach der Auflösung des LSHD und seiner Integration in den modernen Katastrophenschutz blieben Feldkochsysteme wie der FKH technisch und konzeptionell relevant. In späteren Konzepten des Bundes und der Länder gehören Feldküchen beziehungsweise mobile Verpflegungseinheiten nach wie vor zur Ausstattung großer Betreuungs- und Versorgungskomponenten. 


    Besatzung 1/4

    • 1 Einheitsführer
    • 4 Helfer

    Erstzulassung:


    Hersteller:


    Gewicht:


    Besonderheiten:


    Verbrauch / 1 Stunde:

    1962


    Progress Werke Oberkirch AG


    Dienstgewicht: 925 Kg    Gewichtsklasse: 1200 Kg


    Betrieb mit Gas, Festsoffen und Flüssigkraftstoffen möglich.


    Gas:  1,8 Kg / Brenner       Flüssigkraftstoffe: 1,2 Ltr. / Brenner

    Besatzung 1/4

    • 1 Einheitsführer
    • 4 Helfer

    Baujahr: 1962

    Hersteller: Progress Werke Oberkirch AG

    Dienstgewicht: 925 Kg    Gewichtsklasse: 1200 Kg


    Besonderheiten:

    Betrieb mit Gas, Festsoffen und Flüssigkraftstoffen möglich.

    

    Verbrauch:

    Gas:  1,8 Kg / Brenner       Flüssigkraftstoffe: 1,2 Ltr. / Brenner